Sonntag, 20. August 2017

[Rezension] Und irgendwo ich - Franziska Fischer




# der erste Eindruck #

Das Cover hat mich schon lange neugierig gemacht, aber ich konnte mir nicht viel darunter vorstellen. Gemeinam mit dem Titel „und irgendwo ich“ passt es wundervoll zusammen.
Die Ink Rebels machen mich so oder so neugierig, also, her mit den Büchern!

# worum geht’s eigentlich? #

# erster Satz #
Es gibt da dieses Haus.“

Wiebke lebt ein außergewöhnliches Leben. Gemeinsam mit ihren Töchtern Zoe und Lizzy zieht sie durch die Welt. Verweilt nie lang an einem Ort. Wenn es für Wiebke zu langweilig wird, geht die Reise weiter – so vermutet es zumindest Lizzy. Für die Mädchen ist es aufregend, aber der stetig drohende Abschied von geliebten Menschen, schwebt stets über ihnen. Erneut war es soweit. Von Italien ging es für die drei nach Schwalbenau in Deutschland in ein malerisches, kleines Haus. Während Zoe sich schnell einlebt und neue Freundschaften schließt, wird dieses neue Haus für Lizzy schnell zu einem richtigen Zuhause. Sie verliebt sich in das Haus mit der unbekannten Geschichte, in den verwilderten Garten und das Gefühl des Angekommen sein. Wie lang mag es dieses Mal dauern, bis es ihre Mutter weiter zieht?
 
# und wie war es? #
Meine Gedanken zu diesem Buch zusammen zu schreiben ist gar nicht so einfach.
Bücher können die unterschiedlichsten Gefühle ausdrücken. Meine persönliche Achterbahnfahrt bei diesem Buch lief in etwa so ab: „Das arme Ding, keine richtige Heimat.“ – „Der Wahnsinn, was sie schon alles erleben durfte!“ – „Darf die Mutter das?“ – „Hach, eine solche Bindung untereinander kann einem niemand nehmen.“ – „Wie soll sie denn überhaupt feste Freundschaften aufbauen?“ – „Die Erinnerungen bleiben ihr fürs Leben.“
Das Buch selbst ist ganz unaufgeregt. Still und leise. Action und große Dramatik hat „Und irgendwo ich“ gar nicht nötig. Die Autorin verwöhnt den Leser mit ihrer wundervollen Sprache und einer besonderen Lebensgeschichte.
Nicht viele Autoren schaffen das, was Franziska Fischer mit einem Satz im Kopf erzeugt. Ein Satz erzählt so viel mehr als die wenigen Worte allein ausdrücken könnten. Ein Beispiel: „Das Haus zuckt zusammen, so viel Lärm veranstalten wir, und augenblicklich werde ich wieder leise.“
Die Charaktere, insbesondere Lizzy, sind ganz nah. Ich fühlte schnell eine tiefe Verbundenheit mit ihr und konnte mich völlig in der Geschichte verlieren.
Es war spannend ohne Spannung. Franziska Fischer brauchte keine Cliffhanger um mich an sich und ihr Werk zu binden. Das schaffte sie einfach so; mit ihren Worten und welche Geschichten sie damit in meinen Kopf malte.
Und irgendwo ich“ beschäftigte meinen Kopf auch noch zwei Wochen nach dem letzten Satz. Ein Buch, das im Kopf bleibt, nachbrennt und beeindruckt. Vielen Dank für die vielen schönen Stunden!



(Quelle: Infos, Cover: www.amrun-verlag.de)

Kommentare:

  1. Hallöchen Eva,

    eine sehr schöne Rezension!
    Ich liebe Bücher, die einem länger im Kopf bleiben.

    Liebe Grüße
    Charleen

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    1. Halloi!

      Das Buch beschäftigt mich (im positiven Sinn) noch immer :) es war ein Traum!

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